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Wärmebildkamera


Ein großes Problem bei der Brandbekämpfung ist der dichte Rauch in den Gebäuden. In der Vergangenheit ist der Angriffstrupp bei nahezu Nullsicht zur Brandbekämpfung vorgegangen. Um die Sicht in verrauchten Bereichen zu erhöhen werden seit einigen Jahren Wärmebildkameras (kurz: WBK) von den Trupps eingesetzt. Diese Wärmebildkameras erzeugen aus Temperaturunterschieden ein sichtbares Bild was auf einem Monitor dargestellt wird.

fassaderosenbau
Mit Hilfe der WBK kann der Angriffstrupp durch den Rauch hindurch sehen und somit sich schnell ein gutes Bild von der Umgebung machen, vermisste Personen können schneller entdeckt werden und auch Gefahrenstellen jeglicher Art werden frühzeitig wahrgenommen. Versteckte Glutnester oder erhitzte Maschinenbauteile in Industriebetreiben werden mit Hilfe der WBK frühzeitig erkannt und können noch effektiver als bisher bekämpft werden. Versuche in den USA haben gezeigt, dass sich die Zeit für die Personensuche im Innenangriff um bis zu 75 Prozent verkürzen lässt. Diese Erkenntnis können mittlerweile auch viele Deutsche Feuerwehren bestätigen.
Aber die Wärmebildkamera kann nicht nur im Innenangriff eingesetzt werden. Sehr oft lässt sich der Brandherd, die Ausbreitungsrichtung des Brandes sowie eine Änderung in der Brandentwicklung schon von außen erkennen. Eine WBK kann zwar nicht durch Wände sehen aber sie empfängt die Wärmestrahlung die sich zum Beispiel durch erhitztes Mauerwerk nach außen trägt. Dies kann mitunter mit bloßem Auge noch gar nicht erkennbar sein. Mit diesen Informationen kann der Einsatzleiter die Lage des Brandherdes sowie das Stadium des Feuers besser bestimmen und danach die Angriffsrichtung oder zum Beispiel die Standorte von Überdrucklüftern festlegen.

personerkundung
Weiter kann die WBK z.B. bei der Technischen Hilfeleistung gute Dienste leisten. Ist zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall nicht klar wie viele Personen im PKW saßen, kann ein Blick mit der WBK auf die Sitze und Sitzbänke schnell Klarheit bringen. Aber schon bei der ersten Erkundung durch den Einsatzleiter können eventuell austretende Gase erkannt werden und somit geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.
Auch bei einem Gefahrguteinsatz hat sich der Einsatz von Wärmebildkameras bewährt. Hier benutzt man sie z.B. um Füllstände von Fässern oder Tankwagen zu bestimmen und sogar Flüssigkeiten und Öle lassen sich auf Gewässer bis hin zur Eintrittsstelle zurückverfolgen. Auch hier können austretende Gase wahrgenommen werden. Mit einigen Modellen ist es möglich gleichzeitig eine Temperaturmessung vorzunehmen.

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Aus diesen verschiedenen Gründen führen wir auf unserem LF16/12 eine Bullard T4 Wärmebildkamera mit uns.
T4
Fotos: LFV-Bayern / Fa. Rosenbauer / Fa. Bullard

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